Schwere Körperverletzung – Verhandlungsauftakt am 13.01.2011

Vor dem Landgericht Zwickau wird am 13.01.2011 mit der Verhandlung um eine als schwere Körperverletzung angeklagte Tat aus Juli 2010 begonnen. Aufgrund von Terminierungsschwierigkeiten sind zwar bislang fünf Verhandlungstermine angesetzt, jedoch wird intensiv voraussichtlich erst ab dem 21.02.2011 verhandelt werden.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Juli 2010 vor einer Gaststätte in Plauen dem Nebenkläger unvermittelt ein Messer mit einer Klingenlänge von 6 bis 7 cm in den Kopf gestoßen zu haben.

Der durch RA Posner vertretene Geschädigte erlitt hierdurch erhebliche Hirnverletzungen, die dazu führten, dass sein Kurzzeitgedächtnis verloren, sein Augenlicht auf einem Auge und die Motorik der rechten Körperseite erheblich eingeschränkt sind.

Dem Antrag der Nebenklage, das Verfahren nicht lediglich wegen schwerer Körperverletzung, sondern wegen versuchten Mordes zu eröffnen, kam die Große Strafkammer des LG Zwickau im Eröffnungsbeschluss nicht nach.

Kindesmisshandlung – Verhandlungsauftakt am 04.01.2011

Am 4. Januar 2011 beginnt die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichts Zwickau um den Tod des 2-jährigen Jungen gegen dessen Mutter und deren Freund.

Angesetzt sind zunächst fünf Verhandlungstermine.

Die Anklage lautet auf gemeinschaftlich begangene Misshandlung von Schutzbefohlenen in zwei tatmehrheitlichen Fällen und tatmehrheitlich begangenen Mordes in der Variante des Mordmerkmales "aus sonstigen niedrigen Beweggründen".

Kind unter tragischen Umständen verstorben, Vater wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Plauen, 23. Dezember 2010: Ein tragischer Fall von Kindestötung wurde unmittelbar vor Weihnachten durch das Amtsgericht Plauen juristisch abgeschlossen.

Durch das Amtsgericht Plauen wurde der durch RA Herbert Posner verteidigte Vater eines Säuglings wegen fahrlässiger Tötung seines knapp zwei Monate alten Sohnes zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt.

Das angeklagte Geschehen war tragisch:

Um die Kindesmutter in Ruhe schlafen zu lassen, ging der Vater nachts mit dem Säugling in einen anderen Raum, um ihm die Flasche zu geben.

Anschließend legte er sich dort neben das Baby auf das Sofa, um es zum Einschlafen zu bringen, bevor er es zurück ins Kinderbett legen wollte.

Hierbei schlief er jedoch selbst ein. Der Säugling starb durch sogenanntes "sanftes Ersticken", da er im Schlaf zwischen seinem Vater und der Sofalehne eingeklemmt wurde und so nach Aussage des Gutachtens der Gerichtsmedizin keine Luft mehr bekam.

Das Urteil wurde sofort rechtskräftig, da alle Prozessparteien auf Einlegung von Rechtsmitteln verzichteten.